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Demenz Hilfsmittel

Beschäftigung für Demenzkranke

In vielen Bereichen des Alltags gilt es, die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz zu beachten.

  • So gibt das richtige Geschirr bei den täglichen Mahlzeiten Orientierung und Hilfestellung für Demenzerkrankte.
  • Beschäftigung für Demenzkranke in einem bereits weiter fortgeschrittenen Stadium können Decken und Kissen mit vielen unterschiedlichen Texturen und Füllungen anbieten. So werden alle Sinne angeregt und der sensorischen Deprivation vorgebeugt.
  • Spiele, die speziell auf die Wahrnehmung und Erlebniswelt von Menschen mit Demenz abgestimmt sind, können einen tollen Zeitvertreib darstellen und machen einfach Spaß!
  • Besondere Bücher, die auf Knopfdruck bekannte Volkslieder abspielen sind eine tolle Ergänzung.



Hilfsmittelauswahl Demenz

Mögliche Beeinträchtigungen

  •  Wahrnehmungsstörung
  •  Essen wird vergessen
  •  Mangelndes Durstgefühl
  •  Teilweise hoher Energiebedarf
  •  Probleme beim Erkennen von Geschirr und Besteck
  •  Schluckstörungen
  •  Im späten Stadium Kraftlosigkeit
  •  Veränderte und extreme Geschmacksempfindungen

Anmerkungen zur Essensituation

Bei Menschen mit Demenz sollten die Hilfsmittel so normal wie möglich aussehen und mit versteckten Hilfsfunktionen ausgestattet sein. Optisch fremd anmutende Hilfsmittel wie Nasenausschnittbecher sind ungeeignet. Klapperndes Geschirr aus Porzellan hingegen lässt alte Erinnerungen wach werden. An Demenz erkrankte Menschen sollten sich bei den Mahlzeiten ganz auf den Vorgang des Essens konzentrieren können. Ablenkungen wie laute Musik oder laufende Fernseher, sollten unbedingt vermieden werden. Die Personengruppe bei Tisch sollte nicht zu groß sein. Eine Begleitperson beim Essen kann Unterstützung leisten. Basale Stimulation, oder Eat-while-Walking können hilfreiche Methoden sein, den Appetit zu fördern.

Trinkgefäße

Kalte Getränke: 
Klare und nicht zerbrechliche Kunststoffbecher, die aussehen wie Glas und nicht zersplittern können sind ideal. Die Getränke sollten in jedem Fall für die Person erkennbar sein und der Person bekannt sein (Trinkbiographie).

Warme Getränke: 
Porzellantassen mit großem Henkel und Untertasse sind gut geeignet. Sie errinnern an bekanntes Geschirr und halten den Inhalt lange warm. Bei Kraftlosigkeit sind Becher aus Kunststoff mit großem Henkel sinnvoll.

Teller

Teller mit integrierter Schiebekante aus Porzellan oder Kunststoff mit Fahne in der Kontrastfarbe rot (aktiv) oder grün (beruhigend) sind empfehlenswert. Die integrierte Schiebekante erleichtert die Nahrungsaufnahme. Der Teller sollte wie ine normaler Teller aussehen, um leicht erkennbar zu sein.

Besteck

Das Besteck muss normal aussehen, mit versteckten Hilfsfunktionen (z.B. Besteck Antaris), mit tiefer Laffe und ergonomischen Griffen. Grundsätzlich sollte das Besteck über breite Griffe verfügen. Die Löffelvorderteile müssen tief sein, um die Aufnahme von Suppen oder passierter Kost zu vereinfachen. Möglichst keine scharfkantigen gestanzten Bestecke nutzen, die sich unangenehm anfühlen.

Sonstige Hilfsmittel

Statt Lätzchen können Servietten mit Serviettenketten angelegt werden. Hilfreich sind auch Antirutsch-Unterlagen oder Platzsets mit Aufdruck von Teller und Besteck.